Training


Gegründet wurde das Kasseler Dojo 1997 von Patrick Fehr Sensei 8. Dan Jun Hanshi (Präsident Europa Shibu). Seine Position als Übungsleiter hat er im Jahr 2021 an Tobias Baumgart (6. Dan Renshi) abgegeben, der bis heute das Training anleitet. Unser Training richtet sich an alle, die sich für diese besondere Kunst interessieren, unabhängig von Alter, Erfahrung oder Geschlecht. In einer entspannten und unterstützenden Umgebung wird Schritt für Schritt in Techniken und Philosophie des Iaidō eingeführt. Ob Du Anfänger:innen bist oder bereits Erfahrung in anderen Kampfkünsten hast – jeder ist willkommen, mit uns diese außergewöhnliche Kunst zu erlernen.

Du findest uns regelmäßig hier:

Mittwochs von 19:30 bis 20:45 Uhr

Hochschulsport der Universität Kassel

Halle 4, Damaschkestraße 25, 34121 Kassel

Für die Teilnahme benötigst du nur bequeme Kleidung. Holzschwerter werden gestellt. Eine Voranmeldung zum einmaligen Probetraining ist erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich. Eine kostenpflichtige Anmeldung beim Hochschulsport ist dann nötig, wenn eine Entscheidung zur regelmäßigen Teilnahme an unserem Training gefallen ist.

Falls Begriffe unklar sind, hier ein Glossar; für weitere Informationen, hier ein Handout zum herunterladen und für die Kyu Prüflinge, hier die Inhalte für den theoretischen Teil


Ausrüstung


„Eine ordentliche Erscheinung ist eine unüberwindliche Erscheinung“

Kono Hyakuren, 20. Sōke Musō Jikiden Eishin Ryu

Kleidung

Japanische Kampfkünste zeichnen sich seit jeher dadurch aus, dass sie auch in den entsprechenden Uniformen ausgeübt werden. Für das Iaidō bedeutet das, dass wir die traditionelle Kleidung der Samurai tragen: einen Dōgi / Keikogi (Oberjacke), einen Shitagi / Jûban (Unterjacke), einen Obi (langer, breiter Gürtel) und eine Hakama (Hosenrock mit weiten, geteilten Beinen).

Entsprechend dem oben stehenden Zitat, achten Iaidōka, wie seinerzeit die Samurai, penibel auf ihre Erscheinung. Sie sind bestrebt, stets möglichst tadellos in Erscheinung und Verhalten zu sein. So vermitteln sie Gewissenhaftigkeit, Disziplin und Hingabe, sowie Ernsthaftigkeit und zollen Etikette und Tradition gebührenden Respekt.


Schwert

Die traditionelle Waffe der Samurai war das Katana. Über viele Jahrhunderte perfektioniert, stehen sie als Synoym für die japanischen Krieger und deren Kriegs- und Kampfkunst. Mit der Meiji- Restauration in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verloren die Samurai immer mehr und mehr an Bedeutung und das Schwert wandelte sich in den kommenden Jahrzehnten von der Waffe hin zum Kultur- und Kunstobjekt. Um die Nutzung nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurden Schwerttechniken unter anderem durch Katas konserviert und an nachkommende Generationen weitergegeben.

Das japanische Schwert zeichnet sich durch seine besondere Geometrie aus, die es sowohl flexibel, als auch sehr hart macht und dadurch sehr scharf schleifen lässt. Echte Schwerter, sogenannte „Shinken“ (Shin = wahr, Ken = Schwert) findet man in unserem Shibu in Europa zumeist bei hochgraduierten Iaidōka. Ihre Nutzung erfordert viel Erfahrung und ein sehr hohes Maß an Disziplin. Die Meisterschaft in der Nutzung eines Shinken kann als ein Ziel in der Ausbildung eines Iaidōka angesehen werden.

Bis es so weit ist, trainieren Iaidōka üblicherweise zu erst mit einem Bokutō / Bokken, um die Grundbewegungen zu erlernen und mit der Ausbildung der notwendigen Muskulatur zu beginnen. Danach wird ein Wechsel zu einem Iaitō empfohlen. Ein Iaitō ist ein stumpfes Schwert aus einer speziellen Legierung, welche ausschließlich in Japan hergestellt wird. Bis auf das Klingenmaterial entspricht ein Iaito in Dimension, Gewicht, Gestaltung und Montur einem „Shinken“. Unabhängig von der Art des Schwertes wird es bei uns jedoch stets als vollwertige Waffe betrachtet und muss deshalb mit dem gebührenden Respekt behandelt und geführt werden.


Wichtig
Das mitbringen scharfer Schwerter, sowie die Nutzung von Dekorschwertern sind untersagt. Jedes Schwert muss vor der Zulassung zum Training angemeldet und durch die übungsleitende Person kontrolliert werden. Im Falle einer Ablehnung, bitten wir von Diskussionen Abstand zu nehmen und die Entscheidung zu akzeptieren. Da die Sicherheit aller Teilnehmenden absolute Priorität hat, führt eine Wiederholung zum Ausschluss aus dem Kurs.